Törn 2026
Allgemeine Vorbereitung
Endlich ist es soweit!
Nach gefühlt endlosen Planungen, Überlegungen, Wetterprognosen und Pegelbeobachtungen soll es dieses Jahr tatsächlich losgehen: Wir fahren mit unserer Barbarella in die Niederlande – genauer gesagt zur Pedro Werft, wo ein kleines Refit auf uns wartet.
Der Grund ist schnell erklärt: Einige Arbeiten macht in Deutschland niemand – oder zumindest niemand, den wir bisher gefunden haben. Und dann gibt es noch ein kleines Problem: Unsere Barbarella ist zu schwer.
Also bleibt nur eine Lösung:
Wir fahren selbst hin.
Die Vorfreude steigt, aber bevor es heißt „Leinen los“, gibt es an Bord natürlich noch einiges zu erledigen.
Die letzten Checks
Lebensmittel
und Getränke:
Proviant und Getränke sind ausreichend gebunkert und reichen für mehrere Tage
autark auf dem Wasser.
Sicherheit:
Die Sicherheitsausrüstung ist kontrolliert, die Rettungswesten liegen bereit.
Hoffen wir, dass sie während der Reise lediglich dekorative Aufgaben übernehmen
müssen.
Törnfertig:
Alles laufende Gut ist ordentlich verstaut, gesichert und sturmsicher verzurrt.
Schließlich soll sich unterwegs nichts selbstständig machen.
Technik:
Alle Seeventile sind kontrolliert und der Motor ist gecheckt. Schließlich ist
er unser zuverlässiger eiserner Kamerad – und auf den wollen wir uns verlassen
können.
Wetter und Wasser
Der aktuelle Wind- und Wetterbericht ist geprüft. Besonders wichtig sind die Pegelstände auf dem Rhein und den Nebenflüssen in den Niederlanden bis zum IJsselmeer.
Die grobe Route und die möglichen Anlegestellen auf dem Rhein stehen fest.
Jetzt müssen wir nur noch hoffen, dass der Rhein unseren Reiseplänen nicht widerspricht.
Pegelstände – die spannende Frage
Für den Rheinabschnitt von Koblenz bis zur niederländischen Grenze zeichnet sich in den kommenden sieben Tagen eine anhaltende Niedrigwasserphase ab. Die Pegel stagnieren beziehungsweise gehen leicht zurück.
Da bis Mitte des Monats kein flächendeckender, ergiebiger Dauerregen erwartet wird, ist mit einer wesentlichen Entspannung leider nicht zu rechnen.
Damit lautet die derzeit wichtigste nautische Frage:
Reicht das Wasser unter dem Kiel?
Wir hoffen es sehr.
Denn es wäre ausgesprochen ärgerlich, wenn die Barbarella zwar schwimmt, aber der Rhein beschließt, für unser Vorhaben einfach etwas zu flach zu sein.
Im ungünstigsten Fall müssten wir umdrehen oder ggf. die Fahrt unterbrechen. Daran wollen wir aber erst gar nicht denken. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Aber noch ist es nicht soweit.
Die Barbarella ist bereit. Wir sind bereit.
Jetzt heißt es Daumen drücken, Wetter beobachten, Pegel kontrollieren und hoffen, dass der Rhein mitspielt.
Leinen los und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!
Der Törn kann beginnen.
Fortsetzung folgt …

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